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IBS Blog

Tourismusmanagement studieren: Was macht man im Studium und welche Karrierewege gibt es?

Tourismus ist weit mehr als Reisen, Hotels und schöne Urlaubserlebnisse. Hinter jedem erfolgreichen Hotel, jeder attraktiven Destination und jedem unvergesslichen Reiseerlebnis stehen Menschen, die organisieren, wirtschaftlich denken, kreative Ideen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Doch was lernt man eigentlich in einem Tourismusmanagement-Studium? Und welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet es?

Von Katharina Knappinger, stellvertretende Direktorin der IBS Akademie, Absolventin des Bachelorstudiums Tourismusmanagement und des Masterstudiums International Business Management

Ich habe selbst viele Jahre in der Hotellerie gearbeitet und weiß, wie vielfältig und herausfordernd diese Branche sein kann. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie wertvoll es ist, praktische Erfahrung mit fundiertem Managementwissen zu verbinden.

Deshalb habe ich mich für das Bachelorstudium Tourismusmanagement an der IBS Akademie entschieden und anschließend auch den Master International Business Management absolviert.

Heute bin ich stellvertretende Direktorin der IBS Akademie. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen aus meiner Perspektive zeigen, was ein Tourismusmanagement-Studium ausmacht und welche beruflichen Wege es eröffnen kann.

Was ist Tourismusmanagement eigentlich?

Tourismusmanagement beschäftigt sich mit der Planung, Organisation, Entwicklung und wirtschaftlichen Führung touristischer Unternehmen und Angebote.

Dazu gehören Hotels und Reiseveranstalter ebenso wie Tourismusverbände, Destinationen, Eventunternehmen und viele weitere Bereiche der Freizeitwirtschaft.

Wer im Tourismusmanagement arbeitet, beschäftigt sich beispielsweise mit Fragen wie:

  • Wie kann ein Hotel wirtschaftlich erfolgreich geführt werden?
  • Wie entwickelt man eine Tourismusregion nachhaltig weiter?
  • Wie erreicht man neue Zielgruppen und begeistert Gäste?
  • Welche Rolle spielen Digitalisierung und künstliche Intelligenz im Tourismus?
  • Wie können touristische Unternehmen auf veränderte Reisegewohnheiten reagieren?

Tourismusmanagement verbindet betriebswirtschaftliches Denken mit einem tiefen Verständnis für Menschen, Dienstleistungen und internationale Märkte.

Und genau diese Kombination macht das Studium für mich so interessant.

Was lernt man im Bachelorstudium Tourismusmanagement?

Das Bachelorstudium Tourismusmanagement an der IBS Akademie umfasst 180 ECTS und verbindet betriebswirtschaftliche Grundlagen mit tourismusspezifischem Fachwissen.

Dabei geht es nicht nur darum, touristische Abläufe zu verstehen. Studierende lernen auch, Unternehmen strategisch zu betrachten, wirtschaftliche Entscheidungen vorzubereiten und neue Entwicklungen in der Branche einzuordnen.

1. Betriebswirtschaft und Management

Wer ein Hotel, einen Reiseveranstalter oder ein anderes touristisches Unternehmen führen möchte, braucht wirtschaftliches Verständnis.
Deshalb beschäftigen sich Studierende unter anderem mit allgemeiner Betriebswirtschaftslehre, Finanzierung, Controlling und Management.

Aus meiner Zeit in der Hotellerie weiß ich, wie wichtig es ist, nicht nur den operativen Alltag zu beherrschen, sondern auch die wirtschaftlichen Hintergründe zu verstehen.

Warum ist eine bestimmte Entscheidung wirtschaftlich sinnvoll? Welche Auswirkungen hat sie auf das Unternehmen? Und wie können wir langfristig erfolgreich bleiben?

Solche Fragen lassen sich mit fundiertem Managementwissen besser beantworten.

2. Tourismuswirtschaft und Destinationsmanagement

Wie funktioniert eine Tourismusdestination? Welche Akteure müssen zusammenarbeiten, damit eine Region für Gäste attraktiv ist? Und wie lassen sich touristische Angebote erfolgreich entwickeln?

Im Studium beschäftigen sich die Studierenden mit Tourismusökonomie, Destinationsmanagement und der Entwicklung touristischer Angebote.

Dabei wird deutlich, wie eng wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte miteinander verbunden sind.

3. Marketing, Digitalisierung und Innovation

Die Tourismusbranche verändert sich laufend.

Digitale Buchungsplattformen, neue Kommunikationskanäle, künstliche Intelligenz und veränderte Erwartungen der Gäste stellen Unternehmen vor neue Aufgaben.

Im Studium werden deshalb auch Themen wie Tourismusmarketing, E-Commerce, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Zukunftsforschung behandelt.

Gerade diese Verbindung zwischen klassischen Managementkompetenzen und neuen Technologien ist für die berufliche Zukunft besonders interessant.

4. Nachhaltigkeit und Zukunft des Tourismus

Wie kann Tourismus wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig verantwortungsvoll mit natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen umgehen?

Nachhaltiger Tourismus und Nachhaltigkeitsmanagement sind wichtige Bestandteile des Studiums.

Dabei geht es unter anderem darum, touristische Angebote langfristig zu denken und unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Denn die Zukunft des Tourismus wird nicht nur davon abhängen, wie viele Gäste wir gewinnen, sondern auch davon, wie wir mit unseren Ressourcen, unseren Mitarbeitenden und den Menschen in den Destinationen umgehen.

Tourismusmanagement berufsbegleitend studieren: Wie funktioniert das?

Als ich mich für mein Studium entschieden habe, war für mich die Verbindung von Beruf und Weiterbildung besonders wichtig.

Ein berufsbegleitendes Studium bietet die Möglichkeit, bereits erworbene Praxiserfahrung mit wissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Wissen zu ergänzen.

An der IBS Akademie ist das Bachelorstudium Tourismusmanagement so organisiert, dass in der Regel nur ein Wochenende pro Monat für Vorlesungen reserviert werden muss.

Die Lehrveranstaltungen können vor Ort besucht, online live mitverfolgt oder später als Aufzeichnung angesehen werden. Es besteht keine Anwesenheitspflicht.

Gerade für Menschen, die bereits in der Hotellerie oder Tourismuswirtschaft arbeiten, ist diese Flexibilität ein wichtiger Aspekt.

Was ich an einem berufsbegleitenden Studium besonders schätze: Man kann neue Erkenntnisse unmittelbar mit dem eigenen Berufsalltag verbinden.

Plötzlich betrachtet man Situationen, die man aus der täglichen Arbeit kennt, aus einer anderen Perspektive. Man versteht wirtschaftliche Zusammenhänge besser, hinterfragt bestehende Abläufe und entdeckt neue Möglichkeiten.

Das macht Weiterbildung für mich besonders wertvoll.

Kann man sich Vorbildungen anrechnen lassen?

Ja. Wer beispielsweise eine HLW, HLT, HAK oder ein Kolleg absolviert hat, kann sich bei entsprechender Vorbildung bis zu 60 ECTS anrechnen lassen.

Dadurch kann sich die Studienzeit verkürzen.

Gerade für Menschen, die bereits eine einschlägige Ausbildung mitbringen, ist das eine interessante Möglichkeit, auf vorhandenem Wissen aufzubauen.

Welche Karrierewege eröffnet ein Tourismusmanagement-Studium?

Eine der häufigsten Fragen von Studieninteressierten lautet: Was kann ich nach dem Bachelor Tourismusmanagement eigentlich beruflich machen?

Die Antwort ist vielfältig. Denn Tourismusmanagement vermittelt Kompetenzen, die in unterschiedlichen Bereichen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gefragt sind.

1. Hotelmanagement und Hotellerie

Die Hotellerie ist ein klassisches Berufsfeld für Absolventinnen und Absolventen des Tourismusmanagements.

Mögliche Tätigkeitsbereiche sind beispielsweise:

  • Hotelmanagement und operative Leitung
  • Revenue Management und Controlling
  • Sales und Marketing
  • Personalmanagement
  • Qualitätsmanagement

Wer bereits Berufserfahrung in der Hotellerie mitbringt, kann durch das Studium zusätzliche betriebswirtschaftliche und strategische Kompetenzen erwerben.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie wertvoll es ist, operative Abläufe und Managemententscheidungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten zu können.

2. Destinationsmanagement und Tourismusverbände

Auch Tourismusregionen brauchen Menschen, die strategisch denken, Angebote entwickeln und unterschiedliche Partner miteinander vernetzen.

Im Destinationsmanagement geht es beispielsweise darum, Regionen touristisch weiterzuentwickeln, Marketingstrategien zu gestalten und nachhaltige Konzepte umzusetzen.

3. Eventmanagement und Veranstaltungswirtschaft

Ob Kongresse, Festivals, internationale Veranstaltungen oder Firmenevents: Hinter erfolgreichen Veranstaltungen stehen umfangreiche Planungs- und Managementprozesse.

Ein Tourismusmanagement-Studium kann eine Grundlage für Tätigkeiten im Eventmanagement, in der Veranstaltungsorganisation oder im Kongress- und Tagungsbereich schaffen.

4. Reiseveranstalter und internationale Tourismusunternehmen

Auch Reiseveranstalter, Reiseplattformen und internationale Tourismusunternehmen bieten unterschiedliche berufliche Möglichkeiten.

Dazu zählen beispielsweise Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Projektmanagement und strategische Unternehmensentwicklung.

5. Unternehmensführung und Selbstständigkeit

Nicht jede Karriere im Tourismus führt in ein bestehendes Unternehmen.

Vielleicht möchten Sie selbst ein touristisches Angebot entwickeln, ein Unternehmen gründen oder eine Führungsposition übernehmen.

Das betriebswirtschaftliche Wissen aus dem Studium kann dabei eine wertvolle Grundlage bilden.

Wichtig ist mir dabei: Ein Studienabschluss allein garantiert keine Führungsposition. Er kann jedoch gemeinsam mit Berufserfahrung, Engagement und persönlichen Kompetenzen neue berufliche Möglichkeiten eröffnen.

Warum ich nach dem Bachelor auch den Master International Business Management absolviert habe

Für mich war der Bachelor Tourismusmanagement ein wichtiger Schritt, um meine praktische Erfahrung aus der Hotellerie mit fundiertem Fachwissen zu ergänzen.

Mit dem anschließenden Masterstudium International Business Management an der IBS Akademie habe ich meinen Bildungsweg fortgesetzt und mein Managementwissen weiter vertieft.

Denn viele Kompetenzen, die man im Tourismus benötigt, sind auch in anderen Branchen relevant.

Strategisches Denken, wirtschaftliches Verständnis, Kommunikation, Führung und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, sind nicht auf die Tourismuswirtschaft beschränkt.

Das ist für mich ein wesentlicher Gedanke: Ein Tourismusmanagement-Studium muss nicht bedeuten, dass der gesamte weitere Berufsweg ausschließlich innerhalb der Tourismusbranche stattfindet.

Es kann auch eine Grundlage sein, um sich beruflich weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu entdecken.

Mein persönlicher Blick auf das Tourismusmanagement-Studium

Wenn ich heute auf meinen eigenen Bildungsweg zurückblicke, sehe ich vor allem eines: Die Verbindung aus praktischer Erfahrung und akademischer Weiterbildung hat mir ermöglicht, mein Wissen zu erweitern und neue berufliche Perspektiven zu erschließen.

Heute darf ich als stellvertretende Direktorin der IBS Akademie Menschen auf ihrem eigenen Bildungsweg begleiten.

Dabei begegnen mir ganz unterschiedliche Persönlichkeiten: Menschen, die bereits viele Jahre im Berufsleben stehen, ebenso wie jene, die sich neu orientieren oder den nächsten Karriereschritt vorbereiten möchten.

Was sie verbindet, ist die Bereitschaft, in ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu investieren.

Und genau darum geht es für mich beim Studieren.

Nicht nur darum, einen akademischen Abschluss zu erwerben, sondern auch darum, neue Denkweisen kennenzulernen, sich mit anderen auszutauschen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Tourismusmanagement-Studium?

Ein Bachelorstudium Tourismusmanagement kann besonders interessant sein, wenn Sie bereits in der Tourismus- oder Freizeitwirtschaft arbeiten, Ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vertiefen oder sich auf neue berufliche Aufgaben vorbereiten möchten.

Auch für Menschen, die sich für internationale Zusammenhänge, Management, Marketing und die Entwicklung touristischer Angebote interessieren, bietet das Studium vielfältige Inhalte.

Mein persönlicher Rat: Betrachten Sie ein Studium nicht nur als Vorbereitung auf einen bestimmten Beruf, sondern als Investition in Ihre langfristige Entwicklung.

Die Tourismusbranche bietet zahlreiche Möglichkeiten. Welche davon zu Ihnen passen, hängt von Ihren Interessen, Ihren Erfahrungen und Ihren persönlichen Zielen ab.

Und manchmal eröffnen sich durch ein Studium Perspektiven, an die man zu Beginn noch gar nicht gedacht hat.


Tourismusmanagement an der IBS Akademie studieren

Sie möchten mehr über das berufsbegleitende Bachelorstudium Tourismusmanagement erfahren?

Informieren Sie sich über Studieninhalte, Anrechnungsmöglichkeiten und das flexible Studienkonzept oder vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin.

Jetzt Bachelor Tourismusmanagement entdecken

Katharina Knappinger
Stellvertretende Direktorin der IBS Akademie

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